Willkommen in den Grotten von Remouchamps
Kommen und entdecken Sie ein wunderschönes wallonisches Erbgut


Die Galerie des Abgrunds

Die etwa 20 Meter lange und ebenso breite Eingangshalle diente in der Steinzeit den Jägern als Unterkunft. Beim Verlassen dieser Halle gelangt der Besucher erst einmal in eine etwa 80 m lange Galerie. Diese bis ins 19. Jahrhundert als Weinkeller genutzte Galerie diente den Bewohnern von Remouchamps im zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker. Die Galerie endet abrupt an einem 8 Meter tiefen Abgrund, auf dessen Grund der Rubicon fließt.

Der Saal der Ruine

Diese Halle markiert den Eingang eines Siphon, den der Fluss vor etwa einer Million Jahre gegraben hat. Aber auch wenn die Grotten hauptsächlich durch Korrosion gebildet wurden, erinnert uns der hängende 40 Tonnen schwere Steinblock daran, dass manche Hallen durch Erdrutsche entstanden sind.

Die große Draperie

Die 7 Meter hohe und mehrere hunderttausend Jahre alte, große Draperie, an welcher das Regenwasser fließt, zeigt uns deutlich, dass alle kristallinen Ablagerungen der Grotten das Ergebnis von Verdampfung von Wassertropfen sind, welche von der Decke herabtropfen oder entlang der Wände abfließen, wobei sie den im Wasser gelösten Kalk in kristalliner Form ablagern...

 

Der Saal von Maria

Diese Halle erhielt ihren Namen aufgrund der Tatsache, dass eine Stalaktite an die heilige Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm erinnert. An der Decke kann man runde Flecken, die Stomatoporen, erkennen, die heller sind als der umgebende Felsen. Es handelt sich hierbei um Fossilien winziger Tiere, die vor 350 Millionen Jahren am Meeresgrund gelebt haben.

Die große Galerie

Sie ist über 22 Meter hoch. Kleine Becken, die sogenanten "Gours", von denen manche abgetrocknet und andere mit Wasser gefüllt sind, sind durch Dämme aus Kalzit voneinander abgetrennt. Die vielfältigen und üppigen Steingebilde in der großen Galerie zeugen vom langwierigen Wirken der Wasserinfiltrierungen. Bis 1912 bildete die große Galerie den Abschluss der Besichtigung.

Das Labyrint

Die Grotte hat sich langsam im Laufe der Zeit gebildet. Der Fluss, der durch die Grotten hindurch fließt, hat nach und nach die Galerien gegraben, bevor er sich in eine Art Trichter stürzt. Das wirbelnde Wasser hat auch die untere Galerie gegraben, in welcher der Fluss heute fließt.

Die Kathedrale

Die 40 Meter hohe Kathedrale verdankt ihren speziellen Charakter den riesigen Geröllhaufen flussabwärts. Den unterirdischen Fluss erreicht man über einen großen natürlichen Bogen, den sogenannten "Pont des Titans" (Brücke der Titanen).